16.12.2009
Kuscheltemperaturen für die Insektenzucht
Im Dezember 2009 beginnen die Bauarbeiten für die neue Halle zur Insektenzucht in Schnürpflingen. Das Unternehmen b.t.b.e. Insektenzucht GmbH plant mit dem neuen Gebäude eine Ausweitung seiner Produktion. Gezüchtet werden Futtertiere für Terrarientiere, für den Zoo-Fachhandel und für wissenschaftliche Einrichtungen.
Noch ist das neue Gebäude nur auf Plänen sichtbar, doch die Vorbereitungen für die Realisierung einer speziellen Gebäudetechnik laufen beim Ingenieurbüro Conplaning GmbH, Ulm/Günzburg auf Hochtouren. Kein gewöhnlicher Auftrag ist auszuführen, sondern ein Projekt mit feinster Temperaturregelung.
Sie werden gezüchtet, um verfüttert zu werden: Grillen, Heuschrecken, Heimchen, Fliegen und Maden. Doch um die Lust auf Vermehrung zu fördern, sind spezielle klimatische Bedingungen erforderlich wie zum Beispiel eine spezifische Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Die Insekten produzieren durch ihre Bewegungen und ihren Stoffwechsel Wärme. Diese entstehende Wärmelast wird durch eine Lüftungs- und Klimaanlage geregelt.
Eine umschaltbare Wärmepumpenanlage produziert zeitgleich – vergleichbar mit einem Kühlschrank – Wärme und Kühlung. Mit geringem Energieaufwand wird so die optimale Temperierung sichergestellt. Eine Herausforderung ist die Regelung der Anlage, denn die zukünftigen Futtertiere reagieren sensibel auf kleinste Temperaturschwankungen. Zum Beispiel unterscheiden sich die Wohlfühltemperaturen einer südamerikanischen Heuschrecke deutlich von denen einer afrikanischen Heuschrecke. Mit innovativer Gebäudetechnik wird der Zuchterfolg ermöglicht und das große Krabbeln kann bald beginnen.
Team-Entlastung
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